Roger Loewig Museum

Das im Juni 2009 eröffnete Roger Loewig Haus ist Museum und Gedenkstätte. Eine Dauerausstellung vermittelt einen repräsentativen Überblick über das Leben und Werk des Malers, Zeichners und Dichters (1930-1997). Über fast fünf Jahrzehnte schuf der Künstler ein vielschichtiges Werk, das über 2.600 Gemälde und Zeichnungen, um die 250 Lithografien und ca. 40 Radierungen umfasst. Hinzu kommen zahlreiche Gedichte und Prosatexte.

Die Ausstellung beginnt mit den starkfarbigen Aquarellen und Gemälden der 50er und 60er-Jahre. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die zum Teil im heutigen Museum entstanden sind. Es folgen Bilder und Texte aus der Zeit nach 1972, nachdem der Künstler die DDR verlassen und sich in West-Berlin niedergelassen hatte. Den Abschluss bilden Blätter aus der Zeit nach der Wiedervereinigung, als es Loewig erneut möglich war, in den Fläming zu reisen. Sein Spätwerk wurde maßgeblich von dieser Landschaft inspiriert.

Das Museum befindet sich im Wohnhaus von Belziger Freunden, in dem sich der Künstler von 1964 bis 1972 und nach der Maueröffnung bis zu seinem Tod regelmäßig aufhielt. Obwohl er seinen eigentlichen Wohnsitz in Berlin hatte, zog es ihn immer wieder aufs Land.

Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz. Es wurde im Zuge der Umgestaltung zum Museum durch zwei Anbauten nach Entwürfen der Berliner Architekten Dipl.-Ing. Helga Schmidt-Thomsen und Prof. Dipl.-Ing. Jörn-Peter Schmidt-Thomsen erweitert. Das Haus wird betreut von Loewigs hier lebendem Freund und Weggefährten Wolfgang Woizick. Trägerin ist die gemeinnützige Roger Loewig Stiftung in Bad Belzig. Die Idee zur Gründung des Museums stammt aus den Reihen der Berliner Roger Loewig Gesellschaft e.V.

Öffnungszeiten
15. März bis 19. Oktober
Samstag und Sonntag von14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Roger Loewig (1930-1997)
Maler, Zeichner, Dichter

1930
Geburt in Striegau, Schlesien 1945 Flucht mit der Mutter nach Westen, unstete Zeit als Landarbeiter in der Lausitz

1951
Lehrerausbildung in Ost-Berlin

ab 1953
neben der Tätigkeit als Lehrer intensives Malen und Zeichnen

1963
Infolge einer Ausstellung mit Bildern zum Mauerbau Verhaftung und Verurteilung wegen "staatsgefährdender Hetze und Propaganda"

1964
Freikauf durch die Bundesrepublik Deutschland, Verlust des Lehrerberufs, dann freiberuflich als Künstler tätig

1972
Übersiedlung nach West-Berlin

1997
Bundesverdienstkreuz Erster Klasse, gestorben in Berlin

Kontakt

Roger Loewig Haus - Museum und Gedenkstätte
Flämingweg 6
14806 Bad Belzig
Tel.: (03 38 41) 4 21 67
E-Mail: museum@roger-loewig.de
Web: www.roger-loewig.de/museum.html
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